Dreiländergiro (Alpen)

Wem nur das Stilfser Joch nicht genuegt, der kann hier nun den gesamten Dreilaendergiro nachfahren. Das Joch, der Umbrailpass, der Ofenpass und die Norbertshoehe warten bei bestem Wetter (klar, sonst waere Paul gar nicht losgefahren). Eine ordentliche Quaelerei, aber belohnt durch eine fantastische Runde durchs Dreilaendereck.

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Großglockner (Alpen)

Der Großglockner darf in keiner Vita eines Alpenrennradlers fehlen. Egal ob Süd- oder Nordauffahrt, er gehört zu den schwersten Pässen in den Alpen. Ich darf Euch heute die Südauffahrt von Lienz über Heiligenblut bis zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe präsentieren – im Rahmen einer Giro-Etappe (daher nicht über das viele „Rosa“ im Film wundern) und bei schönstem Wetter aufgenommen. Das Besondere: Ich bin die Route nicht selbst gefahren, das Material dafür incl. Geodaten für die Anzeigen kam aus Euren Reihen. Dafür noch einmal ein dickes Dankeschön! Das dreieinhalbstündige Video führt uns zusammen mit dem rosa Feld von Lienz über den Iselsberg, an welchem man sich schon einmal warmfahren kann. Nach einer kurzen, erholsamen Abfahrt beginnt zunächst sanft, ab Heiligenblut dann mit schweren und kräfteraubenden zweistelligen Prozenten, der Aufstieg zum Gletscher des Großglockner. Die letzten Kilometer sind atemberaubend. Man spürt förmlich die kalte Höhenluft und die Straßen sind überzogen vom Schneewasser. Immer mit Blick auf die schneebedeckten Bergriesen heißt es noch einmal beißen, und unser Kameramann überholt hier die Letzten, welche sich auf den unteren Stücken zu sehr verausgabt haben.

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Timmelsjoch - Westauffahrt (Alpen)

Das Timmelsjoch – neben dem Stilfser Joch wohl für Rennfahrer der Pass, um welchen sich die meisten Geschichten ranken und welcher in jeder Rennfahrervita stehen sollte. Ein weiterer Grund dafür ist wohl auch der berühmte Ötztaler Radmarathon, bei welchem das Timmelsjoch der letzte und schwerste Gradmesser darstellt. In diesem Video fahrt ihr allerdings der Ötztaler-Richtung entgegen. Die Westseite ist etwas einfacher, wenn man es in diesem Zusammenhang wagen darf, bei über 1400 Höhenmetern von “einfacher” zu sprechen, doch ist hiermit nur der Vergleich zur noch härteren Ostseite gemeint. Landschaftlich – und im Video aufgenommen bei schönstem Wetter präsentiert sich das westliche (österreichische) Timmelsjoch von einer atemberaubend schönen Seite. Wir starten in Sölden und durchfahren den Ort fast komplett, vorbei an den vielen Apre-Ski-Bars und Shopping-Centern, die im Winter von Menschentrauben beherrscht werden. Im Sommer ist es hier eher beschaulich, aber dennoch sehenswert. Gleich am Ortsende beginnt der Anstieg mit ordentlichen, zweistelligen Prozenten. Kurz vor Zwieselstein können wir uns in einer kleinen Abfahrt erholen, bevor wir in den echten Timmelsjoch-Anstieg starten. Der Wald wird hier schon spärlicher und im letzten Ort – Obergurgl – gibt es die letzte Chance zu kneifen, und den kürzeren Weg zur dazugehörigen Skistation zu wählen, doch wir wählen die scharfe Kurve ab von der Hauptstrasse in Richtung Joch. Die Strasse wird wieder ordentlich steil, nur noch ganz selten erzählt der Höhenmesser etwas von einstelligen Prozenten. Das entgültige Ende des Waldes lenkt jedoch ab und irgendwann erreichen wir die Skistation Hochgurgl und man muss aufpassen, sich auf die Strasse zu konzentrieren ob der vielen fantastischen Ausblicke an dieser Stelle. Die Strasse wird nun flacher und man passiert die Mautstation, nach welcher sogar eine kleine Abfahrt folgt, auf welcher man ca. 150 Höhenmeter wieder verliert. Ein Fluch, wenn es vorher gut lief, ein Segen für alle geschundenen Körper, die nach Erholung lechzen. Es folgt eine völlig veränderte, eher karge Landschaft, eine elende Gerade hinein in den Schnee. Ein paar Tage vor dieser Aufnahme war das Timmelsjoch noch unpassierbar durch Massen von Neuschnee – wir hatten Glück, denn teilweise durch Schneewände zu fahren ist schon ein besonderes Erlebnis. So fallen die letzten 400 Höhenmeter nicht schwer, vor allem im oberen Teil, wenn die Gerade wieder in einige Serpentinen wechselt, welche kurze Erholungspausen spenden. Dann ist es geschafft, bei 2.474 Metern Höhe gönnen wir uns ein Päuschen, bevor wir uns in die rasende Abfahrt stürzen. Anfangs noch nicht so rasend, da wir in den Tunneln vor Glatteis gewarnt wurden, doch später ist die Fahrt hinab das reine Vergnügen. Das Video endet im Flachstück des Ostanstieges ungefähr in der Mitte.

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Kühtai (Alpen)

Der Kühtai, das erste ``Opfer`` der Ötztalerrunde, ist ein Pass der etwas anderen Art. Wo bei Alpenpässen üblicherweise das Pass-Schild den geschlauchten Rennradler belohnt, durchfährt er hier den höchsten Punkt inmitten des Skiortes gleichen Namens. Der tatsächlich höchste Punkt ist daher nur abschätzbar, zumindest haben wir ihn nicht entdecken können und uns für eine kleine Kirche entschieden als Zielort. Vorher jedoch gilt es, in Ötz sofort den Tritt zu finden, denn der erste Kilometer zieht sogleich steil nach oben. Doch hat man diesen ersteinmal geschafft, stellt sich der Rhythmus von ganz allein ein, wenn man noch einige kleine Häuseransammlungen durchfährt. Danach wird es wieder etwas steiler, aber noch erträglich, vor allem bei heissen Temperaturen ist man froh über die langen Waldpassagen, bis man Ochsengarten erreicht und sich der Wald lichtet. Ein Blick auf den Höhenmesser und das Schild mit der Entfernung zum Kühtai lässt den nicht mehr ganz so frischen Rennradler lächeln, sofern er noch rechnen kann und flugs einen Schnitt von vielleicht 5% bis oben im Hirn ermittelt. Doch wie so oft, der Durchschnitt ist nur die halbe Wahrheit. Lang zieht sich eine fast ebene Strasse dahin, die Sorgenfalten graben sich tiefer in die Gesichter, bis letztendlich eine Bauampel einen nichtgewollten Zwischenstopp erzwingt. Danach wird es mörderisch, bis zu 15% auf recht langen Abschnitten, die sich immer wieder mit Flachstücken und sogar kleineren Abfahrten abwechseln. Hier heisst es sich quälen, bis endlich das Ortsschild Kühtai erscheint und man aufatmet, auch wenn es immer noch knapp 100 Höhenmeter zu bewältigen gilt, doch diese fallen nicht mehr allzu schwer, da das Auge genügend Abwechslung entdeckt, um die Schmerzen in den Beinen zu vergessen.

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Timmelsjoch - Ostauffahrt (Alpen)

Das Timmelsjoch – der Ötztalertitan ist nun auch als Video erhältlich. Zwar mit einer kleinen Einschränkung, dass die ersten 600 Höhenmeter fehlen (die ersten drei Kilometer nach St. Leonhard störte eine Baustelle mit üblem Strassenbelag und nach einer Panne fehlt ein Stück Aufnahme – leider), dafür aber mit rasender Abfahrt nach der Passüberfahrt incl. des kleinen Stückes kurz vor Hochgurgl, bei welchem noch einmal knackige 150 Höhenmeter überwunden werden müssen. Und selbstverständlich präsentiert sich das eigentliche Highlight des Timmelsjoch, die Serpentinen jenseits der 2000-m-Marke in fantastischen Bildern. Einmal habe ich sogar angehalten und biete dem Trainierenden einen wunderschönen Blick in die Weite der Täler, bevor es auf das letzte Stück gen Passhöhe geht. Im Gegensatz zum Wetterpech der Ötztaler-Recken der letzten Jahre hatten wir Sonne pur… fast schon zu viel des Guten, denn insbesondere im ersten Teilstück brannte sie von oben und raubte uns die Kräfte aus den Beinen. Das Joch war an diesem Tag nur Teil einer Runde, der letzte Gradmesser und wir waren glücklich, als wir oben auftauchten. Geniessen Sie diese großartigen Bilder von einem der spektakulärsten Pässe der Alpen.

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