Klausenpass (Alpen)

Der Klausenpass ist einer der Pässe in der Gegend um Andermatt, welcher nicht jedem bekannt sein dürfte. Dabei hat er den größten Höhenunterschied am Stück auf der Westseite zu bieten: 1521 Meter! Und das trotz einer Passhöhe von knapp unter 2.000 Metern. Der Start verläuft daher in geringer Höhe oft bei großer Hitze, so auch am Tag des Videodrehs. Schweiß fließt von Beginn an schon nach wenigen Metern und man freut sich über jeden Schatten, der allerdings nur spärlich auftaucht. Dafür darf das Wilhelm-Tell-Denkmal noch vor dem Ortsausgangsschild bewundert werden. Der Pass trumpft nicht mit dicken Rampen, meist verläuft er recht gleichmäßig um 8 Prozent Steigung. Jedoch zermürben die ewig langen Geraden, es gibt nur wenige Serpentinen, stets schweift der Blick in die Ferne und sorgt für einen müden Kopf. Dafür sind die Ausblicke umso schöner, nicht nur hinunter, sondern auch nach oben. Höhepunkt der Auffahrt ist das obere Drittel, wenn sich die Strasse an der Felswand kurvenreich entlangschlängelt. Danach heißt es noch einmal richtig beißen auf der letzten, unendlichen Gerade bis zur Passhöhe mit Blick auf die gegenüberliegenden Bergketten.

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Sustenpass (Alpen)

Der erste Pass der berühmten Runde (Susten-Grimsel-Furka, ab August 2012 sind hier alle drei Pässe erhältlich für jeden, der die schwere Runde virtuell nachfahren mögen), der Sustenpass, ist derjenige mit der längsten Abfahrt: Fast 29 Kilometer geht es in rasender Geschwindigkeit von der Passhöhe gen Innertkirchen. Doch bevor der Abfahrtsrausch genossen werden darf heißt es zunächst die Ostauffahrt zu bewältigen. Beide Erlebnisse plus die architektonisch sensationell angelegten Tribünen von Andermatt nach Wassen zum Einrollen am Start sind im Video enthalten. Bei schönstem Wetter erreicht man Wassen und biegt nach links ab zum Sustenpass. Die ersten Kilometer sind sehr verschlungen, steil und führen durch einige kleinere Tunnel und Galerien, bevor man das weite Tal erreicht und die Passhöhe fast schon sehen kann. Hier sollten die Beine noch frisch sein, sonst zermürbt der ständige Blick nach oben, den man kaum vermeiden kann, das Gemüt. Nur dann kann man die Berglandschaft auch genießen. Noch erhabener wird es, wenn im oberen Drittel die ersten echten Kehren beginnen und man hinabschauen kann über das gesamte Tal und erst jetzt begreift, wie viele Höhenmeter man bereits in den Beinen hat. Durch dieses großartige Panorama fallen die letzten Rampen leicht, man erreicht den langen Tunnel durch den Berg zur Passhöhe. Es öffnet sich die Berglandschaft der Westseite wie durch einen Vorhang und so ist die Freude, oben zu sein, gleich doppelt hoch. Die Abfahrt ist technisch anspruchsvoll, denn die Westseite bietet deutlich mehr Serpentinen, die sich bis weit ins zweite Drittel ziehen. Immer wieder unterbrechen aber lange Geraden die kurvigen Teile, so dass man es öfter auch nur rollen lassen kann und so die Hände Ruhe vom Bremsen bekommen und die Abfahrt insgesamt zu den Schönsten gehört, was die Schweizer Alpen zu bieten haben.

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Grimselpass (Alpen)

Der Grimselpass ist das Chamäleon unter den Schweizer Passriesen. Es kann durchaus vorkommen, dass der eine lächelnd abwinkt und den Grimsel als einen der eher einfacheren Anstiege bezeichnet, der nächste jedoch schon beim Hören des Namens wackelige Beine bekommt. Hinzu kommt, dass auch die Landschaftseindrücke vollkommen verschieden sein können. Woran das liegt? Sicher nicht am unterschiedlichen Trainingszustand unserer beiden Protagonisten (obwohl das natürlich auch eine Rolle spielen kann 😉 Der Grimsel hat im Grunde drei Aufstiegsmöglichkeiten. Wer vom Furka kommt, nimmt den Grimsel fast im Schwung. Von Ullrichen stellt dieser Aufstieg nur das letzte Stück dar und es darf schon erheblich mehr geflucht werden. Am schwersten fällt sicherlich die Nordauffahrt von Innertkirchen. Ewig lang und fast 1500 Höhenmeter warten auf den bedauernswerten Pedaleur. Dafür wird er im oberen Teil mit einer an manchen Tagen fast gespenstischen Natur belohnt. Gleich zwei Stauseen kuscheln sich in die Steinwüste. An kalten Tagen fröstelt es einen fast noch mehr, an warmen ist man vielleicht sogar froh über diesen Anblick, wirkt er doch etwas erfrischend, um die Hitze der Sonne zu ertragen. Genau diese Auffahrt wählten wir für unser Video, bevor es nach der recht langen und ebenen Passüberquerung in kurzer, geschlängelter Abfahrt gen Gletsch geht. Ein besonderes Schmankerl bietet der Ausblick von der ersten Gerade der Abfahrt auf die Serpentinen nach Gletsch sowie die Wand des Furkapasses inclusive Gletscher. An dieser Stelle haben wir kurz gestoppt, damit auch der Videonutzer für einen kurzen Moment innehalten und staunen kann.

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Furkapass-Westauffahrt (Alpen)

Der Furkapass ist wohl der Bekannteste der Runde Susten-Grimsel-Furka. Im Anschluss an diese ersteren beiden Pässe folgt er als letzter, harter Scharfrichter auf dem Weg zurück nach Andermatt. Die Beine sollten noch nicht zu sehr im sauren Bereich sein, wenn man auf dem Grimsel steht und hinabblickt auf die Wand des Furka, denn dann könnte es passieren, dass der Kopf an dieser Stelle sagt: „Nicht mit mir!“ Startort des Videos ist Gletsch, weshalb wir mit der Westseite den etwas einfacheren Aufstieg bewältigen müssen. Die Ausblicke von Gletsch auf die Serpentinen des Grimsel und Furka (im Video in den ersten Kurven zu sehen!) sind gigantisch. Nach den anfänglichen Serpentinen zieht sich eine ewig lange und zermürbende Gerade hin zur eigentlichen Wand des Furka. Ist man endlich dort angelangt, wird es mental einfacher, nach ein paar Serpentinen aber auch deutlich steiler mit zweistelligen Prozenten. Doch ist dies überstanden, wird der Radler mit fantastischen Ausblicken belohnt. Empfehlenswert hier ist sogar eine kleine Pause am Belvedere-Hotel, denn von dort ist die Aussicht auf die Furka- und Grimselserpentinen sowie den Rhonegletscher atemberaubend (im Video wird aber weitergefahren). Kurz danach wird es deutlich flacher und bis zur Passspitze kann locker getreten werden. Auch die Abfahrt ist eine helle Freude. Die Qualität der Strasse ist zum Glück in den letzten Jahren besser geworden, dennoch gibt es noch das eine oder andere Schlagloch. Höchstgeschwindigkeiten werden hier nicht erzielt, da besonders im steileren zweiten Teil eine Serpentine der anderen folgt. Jedoch erlaubt sich so der eine oder andere Blick auf das weite Tal, welches sich von Realp bis Andermatt zieht. Dies ist auch der Zielort unserer Runde und es darf sich bei einem riesigen Teller (recht teurer) Rösti erholt werden.

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Gotthardpass-Tremolaauffahrt (Alpen)

Die berühmte Tremola-Auffahrt des Gotthardpasses versetzt den Rennradler ein paar Jahrzehnte zurück. Grund: Er darf einen Straßenbelag spüren, der früher Normalität war und unsere asphaltverwöhnten Hintern ordentlich ins Schaukeln bringen: Kopfsteinpflaster!!! Auch für ein Video ist es ein natürlicher Feind. Da der Pass jedoch landschaftlich zu einem der Schönsten in Europa zählt, habe ich mich entschlossen, ihn dennoch zu veröffentlichen – als Weihnachtsgeschenk 2012 in voller Länge. Den Gotthard gibt es daher nicht als Kaufvideo. Ich wünsche allen ein Frohes Weihnachtsfest und nach der Völlerei der Feiertage darf wieder trainiert werden: Bis zu 100 Minuten auf den Gotthard und zur Erholung ist auch die rasende Abfahrt Richtung Andermatt mit enthalten.

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Nufenenpass (Alpen)

Der Letzte der großen Schweizer Pässe um Andermatt – der Nufenenpass (Passo della Novena) - ist mit 2.478 m zugleich der Höchste, und von der Westseite wohl auch einer der schwersten. Genau jene ist im Video zu sehen inklusive der Abfahrt in Richtung Airolo. Fast permanent ziehen zweistellige Steigungswerte empfindlich Energie aus den Beinen. Der Nufenenpass erlaubt kein Einrollen, schon kurz nach dem Ortsschild Ulrichen wird es steil. Anfangs noch durch etwas Wald, genießt man schon bald weitschweifige Ausblicke nach unten und motiviert sich an dem, was man bereits hinter sich hat. Im Mittelteil folgt ein langgezogenes Hochtal, welches zwar zwischenzeitlich etwas flacher wird, doch ist diese Passage nur kurz. Es folgt eine elende, fast ebenso steile Gerade, auf der man das Ende herbeisehnt. Auf knapp 2.000 Meter hat man es dann geschafft – Nein, nicht die Passhöhe, sondern das Ende des Hochtales. Es wird nochmals steiler, doch empfindet man dies aufgrund der Serpentinen entlang des felsigen Hanges nicht ganz so schwer. Fast beschwingt schiebt sich das Rad von Kurve zu Kurve, bis sich kurz vor der Passhöhe das Tal zu einem fantastischen Rundblick öffnet (im Video – auch im Ausschnitt – zu sehen, an dieser Stelle halten wir kurz an). Bis zum höchsten Punkt ist es von dort aus nicht mehr weit und der Radler hat seine Anstrengungen längst vergessen…

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